Vollständiger zweigleisiger Ausbau der Strecke Pétange – Luxemburg

Zweck des Projekts ist die Steigerung der Kapazität der Bahnstrecke im Hinblick auf einen Ausbau der Verkehrsanbindung zwischen Luxemburg und Rodange und darüber hinaus in Richtung Virton (B) bzw. Longwy (F).

Die technische Inbetriebnahme der zweigleisigen Strecke fand am 5. November 2012 statt. Seit dem 9. Dezember 2012 verkehren in der Woche täglich 99 Züge auf der Strecke gegenüber 49 Zügen vor dem zweigleisigen Ausbau. Darüber hinaus wurde eine Reservekapazität für die Güterzüge im Fall einer Betriebsstörung auf der Strecke Pétange – Esch – Bettembourg geschaffen.

                      

Des Weiteren bezweckte das Projekt einen besseren regelmäßigen Verkehrsfluss und eine bessere Verkehrssicherheit auf der Strecke sowie einen kundenfreundlichen, barrierenfreien Zugang.

 

Durchgeführte Arbeiten: 

  • Erneuerung des bestehenden Gleises und Bau eines zweiten Gleises auf einer Länge von 18,1 km;
  • vollständige Erneuerung aller elektrischen Betriebsanlagen und Ausrüstung des neuen Gleises mit dem 2 x 25 kV-50 Hz-System;

  • im Rahmen der Erhöhung der Verkehrssicherheit: Ausrüstung der Strecke mit dem System ETCS (European Train Control System);

  • vollständiger Wiederaufbau der Haltestellen Bascharage-Sanem, Schouweiler, Dippach-Reckange und Leudelange. Diese Haltestellen verfügen jetzt über umweltfreundliche P&R-Parkplätze, Fahrrad-Unterstände und Motorrad-Abstellplätze;

  • die fünf bestehenden Bahnübergänge auf der Strecke wurden oder werden abgebaut;

  • 44 Brücken und Durchlässe wurden wieder aufgebaut bzw. angepasst oder verbreitert, davon drei Großbauwerke über die Autobahnen A13 (Collectrice du Sud), A6 (Luxemburg – Belgien) und A4 (Luxembourg – Esch/Alzette);

  • entlang der Strecke wurden Lärmschutzwände errichtet.

     

                      

Derzeit ist die zweigleisige Strecke in Betrieb, doch die dazugehörigen Arbeiten gehen weiter.