Lärmschutz

Man unterscheidet zwei Arten von Lärm, Lärm am Arbeitsplatz und Umweltlärm.

 

Lärm am Arbeitsplatz bedeutet dass der Angestellte/Arbeiter dauerhaft einer Lärmquelle ausgesetzt ist, die sein Gehör schädigen kann. Der Arbeitgeber unternimmt dann Präventivmaßnahmen zur Reduzierung des Lärms oder stellt dem Angestellten/Arbeiter persönliche Schutzmaßnahmen zur Verfügung.  Umweltlärm ist der Lärm den wir in der Umgebung wahrnehmen, wie Verkehrslärm, das heißt Straßenlärm, Fluglärm und auch Eisenbahnlärm. Der Eisenbahnlärm entsteht durch den Kontakt Rad/Schiene, den Bremsvorgang oder Lüftungsgeräusche durch Klimaanlagen, oder sonstige Motoren wie bei Dieselfahrzeugen. Der Umweltlärm wird subjektiv, das heißt unterschiedlich von Mensch zu Mensch wahrgenommen. Auch die Psyche spielt dabei eine Rolle, Menschen die gerne Zug fahren fühlen sich weniger belastet durch Eisenbahnlärm als andere Personen zum Beispiel. Allerdings kann eine dauerhafte Lärmbelastung chronische Herz-Kreislauf-Krankheiten verursachen und/oder zu Schlafstörungen führen. Europaweit sind zirka 30% der Menschen nachts einem Verkehrslärm ausgesetzt der die Grenzwerte überschreitet.

Auf nationaler Ebene hat das Umweltministerium einen Aktionsplan ausgearbeitet zur Reduzierung des Verkehrslärms und auch die CFL hat aktiv Maßnahmen getroffen zur Reduzierung des Lärms.  

Eisenbahnlärm wird durch den Kontakt des Rades mit der Schiene erzeugt, wobei auch das Material der Bremsen, die Federn des Rollmaterials genau wie der Zustand der Schiene eine Rolle spielen.

Durch die Erneuerung des Fuhrparks 2009 im Personenverkehr haben die CFL den Eisenbahnlärm schon erheblich reduziert. Das neue Material verfügt über neue „leise Bremssysteme", somit verfügen die CFL nicht nur über eine der modernsten Personenflotten sondern auch über eine der leisesten in Europa.

Um die Reibung zwischen Schiene und Rad zu gering wie möglich zu halten werden die Schienen geschliffen, was auch zu einer Reduzierung der Lärmbelastung führt.

 

Bei Güterwagen ist der Rad/Schiene Kontakt lauter als bei Personenzügen und auch die Bremsen verursachen erhöhte Lärmwerte. CFL Cargo hat deshalb in neue Güterwagen investiert die über Komposite-Bremssysteme verfügen und somit zur Lärmreduzierung beitragen. Allerdings hat die CFL wenig Einfluss auf andere Wagen die im Europa-Pool auch durch Luxemburg fahren.

Aus diesem Grund wurden an vielen Stellen des Schienennetzes, vorranging an HOT-SPOTS Lärmschutzwände errichtet. Lärmschutzwände reduzieren den Umgebungslärm am besten  (-20 bis -30 dB/A). 

So wurden im Rahmen des zweigleisigen Ausbaus der Strecke Luxemburg-Petingen in Bascharage, Dippach und Cessingen auf einer Länge von insgesamt 1,2km Lärmschutzwände aufgebaut.

An der Haltestelle in Noertzange waren im nationalen Aktionsplan auch Lärmschutzmaβnahmen vorgesehen die dann im Rahmen der Renovierung der Haltestelle umgesetzt wurden. Dieses Projekt galt bezüglich der Schallminderung als Pilotprojekt, hier wurden von den CFL eigens entwickelte Lärmschutzwände in „Z"- Form in Betrieb genommen die den Schall noch besser absorbieren sollen. Zuzüglich zu den Wänden wurden hier auch Schienenabsorber (Raildamper) an einem Teilstück der Strecke angebracht die den Schienenlärm  dämpfen (-4 bis 5dB(A)).

Die Eisenbahnbrücke die durch Esch-sur-Alzette führt und als „Hot Spot" im Aktionsplan gilt, wurde mit farbigen Lärmschutzwänden eingekleidet, dies in einem gemeinsamen Projekt mit der Gemeinde.

Ende 2016, ist die Errichtung einer  Schallschutzmauer  in Schifflingen  geplant Rahmen des Neubaus der Haltestelle.

Bei allen zukünftigen Projekten der CFL sind die Lärmschutzmaβnahmen bereits bei der Planung fest eingeplant denn einer leiseren Bahn gehört die Zukunft!

  

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